Naturpark Scheunen

Durchfahrtscheunen von 1766/67

Die beiden Scheunen sind etwa zehn Jahre nach der Zerstörung ihrer Vorgängerbauten durch den am 24.11.1756 ausgebrochenen letzten großen Brand im südlich des alten Ortskerns von Steinhude gelegenen Scheunenviertel erbaut worden. Eine dendrochronologische Untersuchung aus dem Jahr 1997 belegt ein Errichtungsdatum von 1766/67.

Die beiden Gebäude dienten zur Lagerung von besonders feuergefährdeten landwirtschaftlichen Gütern wie Getreide. Heu und Stroh. Die Tore in ihren Giebelseiten ermöglichten die problemlose Durchfahrt von Fuhrwerken. wenn diese entladen werden mussten. Als Lagerraum dienten die Bereiche seitlich der Durchfahrt und der Dachboden.

Bei der vom Hochbauamt des ehemaligen Landkreises Hannover geleiteten Sanierung der denkmalgeschützten Gebäude wurde ihr altes Eichenfachwerk behutsam repariert. Die Ausfachung des Holzgerüstes erfolgte gemäß dem angetroffenen Befund teilweise mit alten Backsteinen. z.T. aber auch in Lehmbauweise. Zur Zeit ihrer Erbauung dürften beide Scheunen komplett mit Lehm ausgefacht und mit Stroh eingedeckt gewesen sein. Die wieder verwendeten alten Dachziegel und ein nach alten Vorbildern neu errichteter Flechtwerkzaun runden das historische Erscheinungsbild der beiden Ausstellungsgebäude ab.

Quelle: Text der Infotafel

Das Informationszentrum Steinhude

Das Steinhuder Meer im Herzen des Naturparks gilt als der attraktivste Landschaftsraum der Region Hannover. Viele Menschen besuchen diesen einzigartigen Naturraum. Der Naturpark hat es sich von Anfang an zur Aufgabe gemacht, zu einem fairen Interessenausgleich zwischen Naturschutz und Erholung zu kommen und ist dafür mehrfach ausgezeichnet worden.

Besonders die Informations- und Öffentlichkeitsarbeit ist für den Naturpark von besonderer Bedeutung. Die Region Hannover (früher: Landkreis Hannover) hat sich sich an der Weltausstellung mit zwei Projekten beteiligt: "Das Tote Moor soll leben" und "Brut- und Rastgebiet Meerbruch". Beide Projekte liegen im Feuchtgebiet internationaler Bedeutung Steinhuder Meer. Es liegt auf der Hand, dass diese Naturräume nicht einer großen Öffentlichkeit im Rahmen der Weltausstellung zugänglich gemacht werden konnten, weil sonst die Landschaft in der Steinhuder Meer Region aufgrund der zu erwartenden hohen Besucherzahlen erheblichen Schaden genommen hätte.

Aus diesem Grund hat die Region Hannover als Träger des Naturparks im denkmalgeschützten Scheunenviertel ein Informationszentrum eingerichtet und zur EXPO 2000 in Betrieb genommen. Hier werden die Regionsprojekte unter Einsatz modernster Medien, Schautafeln und Erlebnisräume detailliert erläutert und dargestellt. Zusätzlich wurde das Naturparkkino eingerichtet, in welchem Gruppen bis 50 Personen Filme zu verschiedenen naturkundlichen Thembereichen sehen können.

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit für interessierte Besucher, im Rahmen von geführten Wanderungen (für Gruppen, Schulklassen etc.) die Landschaftsräume Moor und Meerbruch unmittelbar vor Ort zu erleben. Dafür stehen den Gruppen fachkundige Exkursionsleiter zur Verfügung. Neu sind unsere Paketangebote, welche nach Absprache auch Bootsfahrten und in enger Zusammenarbeit mit gastronomischen Betrieben vor Ort auch Einkehrmöglichkeiten beinhalten.

Der Naturpark Steinhuder Meer

Nordwestdeutschlands größter Binnensee, das rund 30 Quadratkilometer große „Steinhuder Meer“ im Westen der Region Hannover, ist Kernstück des 310 qkm großen „Naturparks Steinhuder Meer“ und der attraktivste Landschaftsraum der Region.

Das „Steinhuder“ Meer hat eine Ausdehnung von etwa 8 x 4,5 km, ist aber durchschnittlich nur 1,5 m tief -ein Flachsee also. Das Meer wird überwiegend durch Grundwasser gespeist und hat nur einen Abfluß über den „Meerbach“ im Westen.

Website des Naturparks Steinhuder Meer: www.naturpark-steinhuder-meer.de

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Infotafel an der Scheune

Scheunenschild

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